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Das Wirken des Reichsarbeitsdienstes
in Neef
von Franz Josef Blümling
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war ein Teil des nationalsozialistischen Machtapparates im Deutschen Reich der Jahre 1933 - 1945. Er entstand aus der Reformbewegung der Freiwilligen Arbeitsdienste, die Konstantin Hierl aufgriff und ab 1931 zu einem nationalsozialistischen Arbeitsdienst umformen wollte. Hierl lehnte die bestehenden Einrichtungen, Vereine und Initiativen des Freiwilligen Arbeitsdienstes grundsätzlich ab. Für ihn hatte ein NS-Arbeitsdienst immer Pflichtarbeitsdienst aller Jugendlichen zu sein, getreu seinem Motte des Dreiklangs aus „Schulplflicht – Arbeitspflicht – Wehrpflicht“. Ein solcher Pflichtarbeitsdienst wurde von den Regierungen der Weimarer Republik aber abgelehnt. Deshalb unternahmen andere regionale und überregionale Führer der NSDAP erfolgreiche Versuche zum Aufbau junger NSDAP-Wähler nach Bildung regionaler NSDAP-Arbeitsdienst-Lager nachzukommen.

Nach der Machtübernahme Hitlers wurde Hierl zum Staatssekretär und „Reichsarbeitsführer“ ernannt. Er teilte das Deutsche Reich in 40 Arbeitsgaue ein. Arbeitsgau 24 war der mittelrheinische Bezirk, der wieder unterteilt war in einzelne Abteilungen.

Die Aufgaben des RAD waren sehr vielseitig. Sie befassten sich vor dem Krieg vor allem mit Forst- und Kultivierungs- sowie Deichbau- oder Entwässerungsaufgaben und Tätigkeiten in der Landwirtschaft. In Neef wurde auf einem besonders geeigneten Punkt eine Aussichtskanzel erstellt und zwar von der Abteilung 4/241. Sie hatte ihren Standort in Eller. In ihr waren zusammengefasst die Orte Eller, Neef, Bremm und Aldegund. Der massiv errichtete Aussichtspunkt erhielt den Namen „Oberst-Hirl-Höhe“. Aus Dankbarkeit für diese neu geschaffene Attraktion für den Ort wurde Oberst Hierl als Neefer Ehrenbürger aufgenommen.

„Dieses Mal, wurde in mühevoller Arbeit von den Männern der Abteilung 4/241 Eller auf einem Felsmassiv, das die Mosel seit Jahrtausenden umfließt, errichtet. Es erhielt den Namen des Reichsarbeitsführers und ist das Symbol der Reichsarbeitsgruppe 241 als Zeichen treuester Pflichterfüllung gegenüber dem Führer des Deutschen Volkes, Adolf Hitler, sowie dem Scharnhorst des Reichsarbeitsdienstes, Reichsführer Konstantin Hierl.“

 
 
erschienen in
 
 
 
 
 
Aus der Gauchronik, Arbeitsgau XXIV Mittelrhein, Gruppe 241 Mayen:
 
 
Heute nennt sich der Aussichtspunkt „Kälberkopf“. Sofort nach dem Krieg wurde das Hakenkreuz entfernt.
 
 
Heute steht dort ein Kreuz und erinnert an die christliche Tradition des Petersberges. Auf Initiative des Heimat- und Verkehrsvereines wurde in neuerer Zeit sogar eine Beleuchtung angebracht.
Literaturnachweise:
  Gauchronik des Reichsarbeitsdienstes Arbeitsgau XXIV Mittelrhein
Bildnachweise:
  Stich: Gauchronik des Reichsarbeitsdienstes Arbeitsgau XXIV Mittelrhein
Foto Hakenkreuz: Rainer Pellenz, Bremm
Foto Lichtkreuz: Philipp Bohn, Neef
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