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Der Name „Neef“ in seiner Entstehung von Franz Josef Blümling
Nicht nur Prof. Wolfgang Kleiber, der sich ausführlich mit der Deutung moselländischer Flurnamen beschäftigt, kommt zu der Feststellung, dass die Kelten auf dem Bergmassiv Hochkessel ihre Fluchtburg hatten und unterhalb des Berges, in einer feuchten Mulde, in einem nassen Wiesengelände, in der Rinne angesiedelt waren.

Dittmaier kommt zu dem gleichen Ergebnis und bestätigt, dass keltische Niederlassungen wie Naaf, Näf, Neh, Nee, Nief stets weitab vom Flussufer gelegen hatten und dass Neef seinen Namen von einem größeren Walddistrikt (oberhalb der Rinn) in der Obergemarkung des Ortes herhat, wo es noch heute die Fluren Ober-, Mittel- und Unternäf gibt.

Vom keltischen Naaf bis zum heutigen Neef ist nachstehende Namensentwicklung zu erkennen:

875 Navis; 1049 Navi; 1138 Neuim; 1139 Nevim; 1139 Nevim; 1142: 1145 Neiven; 1146 Neiuen; 1147, 1438 Neuen; 1147 Neuin; 1150, 1251, 1330 Neven; 1156, 1419; 1438 Neuen; 1426 Neve; 1160 Neive; 1200 Neuin; 1242 Neiffen; 1330 Neven; 1360 Nefen; 1414, Nefen; 1419 Neff; 1507 Neeff; 1511 Neef.

 
 
erschienen in:
Rheinzeitung vom 15. August 2002
 
 
Literaturnachweise:
  Dittmaier, Heinrich - „Rheinische Flurnamen“
Goerz, Adam - Mittelrheinische Regesten
Jungandreas, Wolfgang - „Historisches Lexikon der Siedlungs- und Flurnamen des Mosellandes“
Müller, Max - „Die Ortsnamen im Regierungsbezirk Trier“
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