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Aktuelles aus Neef von Franz Josef Blümling
 
Neef(e)-Treffen 2014 in Chemnitz
Am 23. August 2014 trafen sich die Familienmitglieder mit dem Namen Neef(e) und anverwandten Schreibweisen in Chemnitz. Ziel und Sinn dieses Treffens, genau wie der vorangegenen Treffen, war es, die Geschichte des Neefschen Geschlechtes zu erforschen.

Diesesmal gab eine Sonderausstellung, die anlässlich des 500. Geburtstages von Caspar Neefe (1514 – 1579) im Schlossbergmuseum Chemnitz stattfand, besonderen Anlass zu diesem Treffen. Eine hervorragende und hochinteressante Ausstellung, durch die uns Frau Kramarczyk mit großer Fachkenntnis und umgangreichstem Wissen einmalig gut geführt hat.

So haben wir sehr viel erfahren können über große Persönlichkeiten und ihre Familie aus dem Neefeschen Geschlecht.

Caspar Neefe und Johannes Neefe, die Brüder und Leibärzte im Dienste von Kaiser und Kurfürst – Chrisitan Gottlob Neefe (* 1748 in Chemnitz), der Hoforganist in Dessau und Beethofens Lehrer – Gottlob August Neefe, Familienforscher und Mussikschaffender – sind nur einige Berühmtheiten aus dem Neefeschen Geschlecht.

Alles zu finden im Stadtarchiv Chemnitz und in der dortigen Familienlade.

Eine Busexkursion in die Chemnitzer Schlösser Klaffenbach und Augutusburg unter dem Thema „Fürstliche Wohnräume in den Chemnitzer Schlössernz“ rundete unser Wissen über frühere Adelsgeschlechter ab.

 
Leibarzt Caspar Neefe   Leibarzt Johannes Neefe
 
 
 
Die Neefetruhe
 
Neef(e)-Treffen 2013 in Halle
Hierüber ein Bericht von Frau Fegert:

„ Es fand wirklich in ganz kleinen Rahmen statt und gründete sich auf der Idee unserer Familie, die Aufzeichnungen von unserem Ururgroßvater zu nehmen und diese Reise nachzumachen. Auch wollten wir eine weitere Stadt, in der Neefe’s wirkten, aufsuchen.

Diese Reise war sehr eindrücklich, wie wir da in Orte gekommen waren, die wir sonst nie aufgesucht hätten. Höhepunkt war eine Übernachtung auf dem Brocken, wie es unser Ururgroßvater gemacht hatte.

Am Sonntag, dem 24.03.2013, gab es eine Stadtführung, die unter dem Motto Neefe‘s in Halle stand.

Caspar Neefe (1588 – 1664) besuchte die Chemnitzer Stadtschule, bezog darauf die Universität Leipzig, studierte daselbst drei Jahr lang Historia, Politika und Jurispru-denz - beendete dieses Studium in Jena 1608 und machte danach große Reisen nach Köln, in die Niederlande, nach England, Frankreich und Italien. Nach dreijähriger Abwesenheit kehrte er in die Heimat zurück, und zwar wandte er sich nach Halle, wo er sich das 1618 das Haus an der Märkertstr. 20 kaufte. Zudem erwarb er Pfanngüter (Besitz an Salinen). Er war sehr beliebt und wird als Mann von deutscher Redlichkeit beschrieben. 23 Jahre lang war er Cammermeister des Erzstifts Magdeburg.

Dr. juris Theodor Neefe, Sohn von Theodor Neefe, wurde 1633 in schwerer Kriegszeit geboren. Er war ein berühmter Rechtsgelehrter in Halle und Marggräf.-Brandenburg. Zudem war er lange Bürgermeister in Chemnitz.“

 
 
 
Eine Inschrift erinnert an den früheren Hausbesitzer
 
 
Haus an der Märkertstr.
Caspar Neefe
 
7. Neef(e)-Treffen in Dresden 2012
Um das Jahr 1900 gründete Conrad Neefe in Dresden den „Neefeschen Geschlechterverband“. In den Verband, der sich 1904 eine Satzung gab, wurden auch Verwandte mit ähnlichen Schreibweisen des Namens, wie zum Beispiel Neef, Neff, Neffe, Näfe, Nehfe usw., aufgenommen.

Danach beschäftigte sich der Dresdner Conrad Neefe mit der Familienforschung, erarbeitete unter anderem einige Stammbäume seiner weitverzweigten Familie. Heute, mehr als ein Jahrhundert später, hat sich Christian Neef aus Eichenzell (bei Fulda), auf die Fahne geschrieben, den Neefer Geschlechterverband, der sich seit kurzem Neefescher Familienverband nennt, zu reformieren.

Zu diesem Zweck sucht er via internet (www.neefescher-familienverband.de) in aller Welt Nachfahren des Neefe-Klans, um sie zusammen zu führen. Selbst aus den USA haben sich inzwischen Familienmitglieder gemeldet.

Im vorigen Jahr organisierte der Hesse ein Treffen in Altenburg, in der „Skat-Hauptstadt“. Der am 27. Mai 1821 in Altenburg gestorbene Ratskopist Carl Christian Neefe ist einer der Väter des Skatspieles. Er war vor 190 Jahren gestorben.

Zuletzt leitete Christian Neef, im Mai 2012, eine Zusammenkunft in Dresden, wo man dem Gründer des Verbandes gedachte. Der Nachlass Konrad Neefes befindet sich derzeit im Staatsarchiv in Leipzig.

Das Elbufer und die Frauenkirche (Foto: Günter Neef)
 
 
 
Grab von Conrad Neefe
(Foto: Günter Neef)
 
6. Neef(e)-Treffen in Altenburg 2011
Sie kamen angereist, die Leute welche sich nach dem Ortsnamen Neef nennen: aus Karlsruhe, Wiesbaden, Dresden, Weil an der Stadt, von der Rhön, von Bayern, aus dem Moselland und vom Erzgebirge. Zum sechsten Mal in ununterbrochener Reihenfolge traf man sich. Altenburg, die „Skat-Hauptstadt“, war dieses Jahr das Ziel. Und dazu gab es einen speziellen Anlass: Der am 27. Mai 1821 in Altenburg gestorbene Ratskopist Carl Christian Neefe ist einer der Väter des Skatspieles. Er war vor 190 Jahren gestorben.

Am Skatbrunnen erhielt jeder Teilnehmer ein Skat-Spiel. Zeremoniell wurde dieses mit einigen Tropfen Brunnenwasser genässt. Dann trank man einen Hochprozentigen, ein „Altenburger Brunnenwasser“, den die Stadt spendierte – und wünschte sich allzeit ein gutes Blatt. Danach würde man, so ließ es die Stadtführerin wissen, jedes Skatturnier gewinnen.

Schon jetzt wurde festgelegt, dass das Treffen für das kommende Jahr in Dresden stattfindet. Dort wurde am 20. Januar 1903 der „Neefesche Geschlechterverband“ gegründet – also vor 110 Jahren. Dieser Verband war mit einem stattlichen Vermögen ausgestattet und diente humanitären Zwecken. Vor allem wurden fähigen jungen Menschen das Studium ermöglicht. Daraus wurden Der Verfasser der Satzung, Konrad Neefe, hat übrigens in seinen Recherchen festgestellt, dass der Familienname Neef (oder ähnliche Schreibweisen) zweifelsohne aus dem Moselort Neef seine Herkunft hat und bezieht sich dabei auf urkundlich festgehaltene Überlieferungen. Der unter dem Namen „Neefescher Geschlechtsverband“ bestehende Verein verfolgt den Zweck, den Familienzusammenhang zu wahren. Die Neef(en) sind ein altes Chemnitzer Patriziergeschlecht, welches im Jahre 1559 durch den Kaiser Ferdinand in den erblichen Adelstand erhoben worden ist. Von den vielen verdienstvollen Männern und Gelehrten, die aus dieser Familie hervorgegangen sind, sind hervorzuheben die Kurfürstlich Sächsischen Leibärzte Dr. Johann und Dr. Kaspar Neefe, der Lehrer des Beethoven Komponist Gottlob Neefe und auch die vielen Bürgermeister und Ratsmitglieder, die jahrhundertelang die Geschicke der Stadt Chemnitz lenkten und leiteten.

Fest steht auch schon jetzt, dass das achte Treffen wieder in Neef an der Mosel stattfindet.

 
Hier, am Skatbrunnen, ging die Zeremonie von statten    
 
 
 
Das Bild zeigt die Teilnehmer des Treffens vor dem Altenburger Schloss, in dem auch das weltweit einzigartige Skat-Museum untergebracht ist. Die Führung war für alle, auch für Nicht-Skat-Spieler hochinteressant. So erfuhr man über die Entstehungsgeschichte des Spieles und wie es sich entwickelt hat.
 
 
 
Das fünfte Neef(e)-Familientreffen 2010
begann mit der Fotowanderung am Samstag, dem 3.4.2010, die über den Petersberg zur Klosterruine Stuben führte. Dort erwartete die Gruppe der legendäre Mönch Heinrich, der selbst einmal Prior des Klosters war. Er zog jedoch ein Einsiedlerleben dem Klosteraufenthalt vor und wohnte im tiefen Wald in der Nähe des Frauenstiftes. Fortan war er jedoch bei den adeligen Nonnen stets ein gern gesehener Gast. „Bruder Heinrich“ konnte allerhand amüsantes aus dem Klosterleben berichten.

Anschließend wurde die Wanderung hin zum Ort fortgesetzt. Dort hielt man sich in geselliger Runde im Burgkeller auf. Herr Bürgermeister Winfried Scheid begrüßte alle Gäste. Anschließend stellte Frau Edeltrud Gietzen als Geschäftführerin des Neefer Heimat- und Verkehrsvereines den Ort in seiner jetzigen Gestaltung vor. Danach prosteten die Weinmajestäten Kerstin II. mit den Weinprinzessinnen Kathrin und Dana den Besuchern zu.

Große Beachtung fand die Delegation aus Chemnitz. Frau Fritsch vertrat als Vorstandsmitglied den dortigen Geschichtsverein und überreichte wertvolle Präsente. Last but not least stieg Heimatforscher Franz Josef Blümling in die Historie des uralten Ort Neef ein und erklärte auch, wie aus dem Orts-Namen Neef der Familiennamen gleicher Benennung entstand.

Am folgenden Sonntag fand dann eine Führung durch den historischen Ort Neef statt, wobei sich allerdings Petrus nicht von der besten Seite zeigte. So wurde denn auf einer überdachten Terrasse bei der Matthiaskirche eine Pause eingelegt. Bei einen köstlichem Riesling ließ man sich über die Historie dieses alten Gotteshauses informieren. Gestärkt und in fröhlicher Wein-Laune wurde die Dorfführung fortgesetzt, die nach etwa 2 Stunden beendet war. Hervorzuheben war, dass die stattliche Zahl von Teilnehmern eine sehr großes Interesse zeigte. Es wurde viel nachgefragt und erklärt – geschmunzelt und gestaunt. Es war sie nicht immer: die sprichwörtliche „Gute alte Zeit“!

Am Montag konnte man auf der Bahntrasse die historischen Dampfzüge bestaunen und auch Bahn-Fahrten in Richtung Trier und Koblenz unternehmen. Diese Darbietungen fanden im Rahmen der Veranstaltung „175 Jahre Deutsche Eisenbahnen“ statt.

Ein weiterer Höhepunkt hatte eine nächtliche Schiff-Fahrt durch das romantische Moseltal geboten, die mit einem bombastischen Feuerwerk von der Marienburg aus endete.

So hatten sich einmal wieder die Neef(e)'s in geselliger Runde in Neef a. d. Mosel getroffen, und abwechslungsreiche Tage verbracht. Man war sich sicher „Wir sehen uns wieder!“

 
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das vierte Neef(e)-Familientreffen 2009
fand in diesem Jahr in Chemnitz statt und wurde vom Chemnitzer Geschichtsverein durchgeführt. Eine Delegation aus dem Ort Neef an der Mosel durfte natürlich nicht fehlen. Neef, so vermuten es Historiker und Namensforscher, hat den gleichlautenden Familiennamen (mit einigen veränderten Schreibweisen) den Ursprung gegeben.

So hatten sich am 20. Mai 2009 etwa 70 Gäste aus ganz Deutschland eingefunden. Dieses Datum wurde ausgewählt, weil am 20. Mai 1559, also genau vor 450 Jahren, Kaiser Ferdinand I. den damals in Chemnitz ansässigen Mediziner Johann Neefe und dessen Brüder auf dem Reichstag in Augsburg in den erblichen Adelsstand erhoben hatte. Sie hatten über eine Stiftung jungen mittellosen Leuten die Möglichkeit eines Studiums ermöglicht. Im Chemnitzer Stadtmuseum konnte der originale Adelsbrief bestaunt werden. Beeindruckt waren alle von der Neefe-Lade, die im Hauptraum ausgestellt und speziell für die Gäste geöffnet wurde. In ihr wurden neben den Stiftungsunterlagen auch sonstige wertvolle Familiendokumente verwahrt.

Das hochkarätige Programm wurde fortgesetzt, und es folgte eine Stadtwanderung zum Schlossbergmuseum auf dem Schlossberg. Unterwegs konnten die vielen parkähnlichen Grünanlagen bewundert werden. Chemnitz ist eine Stadt im Grünen! Das war den Angereisten so nicht bekannt. Im Museum erfuhren wir, welche Bedeutung die Neefe’s in Chemnitz gespielt hatten: So waren sie unter anderem Unternehmer, Mediziner, Stadträte und Bürgermeister und hatten großen Anteil an der Blütezeit der Stadt. Ein Beweis dafür ist auch, dass es seit 1862 die Neefestraße gibt.

Am Abend fanden wir uns dann im historischen Ratskeller ein. Dort führte die Delegation aus dem Moselland den Film über den Ort Neef vor, der große Beachtung erntete. Bereits die vorchristlichen Kelten hatten sich in „Näf“ aufgehalten. Der Name entwickelte sich weiter. In einer Urkunde aus dem Jahr 875 wird der Ort mit „Naves„ erwähnt, und schließlich nennt 1330 Kaiser Ludwig in einem Dokument den Neefer Grafen Gerhard „Neve“. Auf diese Urkunde wird stets Bezug genommen, wenn der Ursprung des speziellen Familiennamens erforscht wird.

Am folgenden Tag führte der „Türmer“ auf den Rathausturm. Anschließend verweilte man kurz im Sitzungssaal der Ratsherren. Der mittelalterliche „Verkünder“ trat in sehr ursprünglicher Art auf, erzählte so manch eigenartige Geschichte aus der alten Zeit, was amüsant war und für große Heiterkeit sorgte.

Anschließend gab es einen Einblick in die Innenstadt. Hier beeindruckte die spezielle Architektur. Historie und Neuzeit haben sich baulich gut miteinander verschmolzen. Kein Wunder, wenn Chemnitz dafür große internationale Auszeichnungen erhielt.

Bei der weiteren Führung konnten die ausgestellten Funde aus der prähistorischen Epoche bewundert werden. Sie sind ja gerade zu sensationell: Riesige Urbäume, die vor 250 Millionen Jahren von Lava-Asche überschüttet und so gut konserviert wurde. Museen aus der ganzen Welt beneiden Chemnitz um diese sensationellen Exponate.

Die abschließende musikalische Vesper in der Haupt- und Marktkirche St. Jakobi war ein weiterer Höhepunkt des Treffens. In diesem Gotteshaus erhielten alle bedeutenden Chemnitzer Neefe’s die Taufe. Das Ensemble CONVIVIUM MUSICUM CHEMNICENSE spielte in sehr gekonnter Weise Neefe’sche Musik und gab der Abschiedsveranstaltung einen feierlichen Rahmen.

Nicht nur die Neef-Crew war dann bei der anschließenden Weinverkostung der Meinung, dass sich ein Freundeskreis in Harmonie und gleichgelagerten Interessen aufbaut hat, der sich noch weiter entwickeln und sich sicherlich auch immer wieder treffen wird. Die Auflebung des Neef’schen Geschlechterverbandes, gegründet 1900, könnte dazu beitragen.

Alle Teilnehmer am Vierten Neef(e)-Treffen werden die Veranstaltung in allerbester Erinnerung behalten.

 
Museen aus der ganzen Welt beneiden Chemnitz um diese sensationellen Exponate   Zum Ausklang einer gelungenen Veranstaltung gab es Neefer Wein
Die geöffnete "Neefe-Lade" mit einer speziellen Verriegelungskonstruktion
 
Schlossberg mit Schloss und dem Schlossweiher
 
Aufmerksame Zuschauer bei der Vorführung des Filmes über Neef im historischen Rathaus
 
Der "Verkünder" in Aktion - Im Hintergrund ist das Judith-Lucretia-Portal zu erkennen. Es zierte ursprünglich das Patrizierhaus, das sich der reiche Fernhändler Paul Neefe um die Mitte des 16. Jahrhunderts am Markt errichtete und heute in das Rathausgebäude integriert ist.
 
Die gelungene Innenstadt- architektur von Chemnitz
 
Neef(e)-Treffen 2008
 
Ein festliches Wochenende für Neef-Namensträger und für die Plattschwätzer wobei auch das 20jährige Bestehen des Heimat- und Verkehrsverein Neef gefeiert wurde.
Bereits am Samstag, dem 30.08.2008., führte Franz Josef Blümling durch das historische Neef bis hin zum Neefer Bachtal, wo man sich dann in einer Straußwirtschaft an einem gegrillten Wildschweinbraten und gutem Schoppen labte. Vor etwa 50 Gästen fand zwischendurch die Vorführung des Filmes über den Wein- und Fremdenverkehrsort Neef große Anerkennung.

Der Sonntagnachmittag wurde eingeläutet mit einer leckeren Kaffee-Tafel, gespendet von den Neefer Frauen. Edeltrud Gietzen, Geschäftsführerin des Heimat- und Verkehrsvereins Neef, gab einen Überblick über 20 Jahre Arbeit des Vereins und bedankte sich bei ihren Vorgängerinnen Hilde Wiss, Conny Beckmann und Simona Gietzen für deren erfolgreiche Tätigkeit.

Den kulturellen Teil des Nachmittags eröffnete Rudolf Gräff aus Sponheim an der Nahe, Vorsitzender des Freundeskreises der Grafen von Sponheim, mit einem Vortrag über die Geschichte der Sponheimer und deren Beziehungen zu Neef. Er konnte auf zwei historische Urkunden für Neef zurückgreifen, die zu einem in plattdeutscher Sprache verfasst wurden und zum anderen die Entstehung des Familiennamens „Neef“ erklären. Es sind zwei Urkunden aus dem Jahre 1330, die kein geringerer als der Kaiser Ludwig verfasst und dem Neefer Grafen Gerhard von Sponheim das Hohe Gericht erteilt hat. Und jenen Gerhard von Sponheim nannte er „den Neven“. Namensforscher beziehen sich bei der Deutung des Familiennamens Neef oder auch Neefe stets auf dies Urkunde.

Frau Ackermann und Frau End, ebenfalls von der Nahe angereist, stellten in launigen Vorträgen die „starken Frauen“ der Sponheimer, Jutta und Loretta von Sponheim dar.

Franz Josef Blümling berichtete, dass der im 18. Jahrhundert lebende Komponist Christian Gottlob Neefe sogar Lehrer Ludwig van Beethovens war.

Den Übergang in die Mundart unserer Region schaffte Dieter Schlagkamp mit seinem unnachahmlichen Vortrag über den heiligen Urban, den Schutzpatron der Winzer und des Weins.

Die Moderation der nachfolgenden Mundart-Vorträge übernahm dann Gerhard Schommers, der zunächst in launiger Form die Beziehungen zwischen „Dalliend unn Nääf“ also zwischen St. Aldegund und Neef unter die Lupe nahm und später die Entstehung der St. Aldegunder Necknamen „Dalliend“ und „Bugramm“ erklärte.

Aber auch der gastgebende Ort Neef gab Aufschluss über die Herkunft seiner Spottnamen: Beate Franzen berichtete ausführlich über die „Neefer Furteretscher“ und Marliese Käsbach ließ den „Neefer Wind“ tüchtig blasen.

Vom Hunsrück waren Cäcilie Alt, Liesel Franz und Agnes Wilhelms gekommen um mit launigen Stückelchen und Versen aus ihrer Heimat zu unterhalten.

Über die „Bremmer Knubbe“ und die „Muhre-Schläwer“ mit einem kleinen Seitenhieb auf die „Ellerer Schwänzjes-Lander“ berichtete Arnold Kreuter aus Bremm und Werner Arbogast aus Ediger ließ die Geschichte einer spät verheirateten „Juffer“ vom Stapel mit seinem Vortrag über die „Huchzetsnoocht“. Der 10jährige Max Gerhards machte dann seinen Eindrücken Luft, die er und seine Altersgenossen vom Verhalten der „Alten“ haben.

Das Fest fand einen gelungenen Abschluss im guten besetzten Neefer Bürgerhaus.

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Neef(e)-Treffen 2007
 
Neefer auf Ahnensuche in Neef
– Resümee des zweiten Familientreffens vom 17.08. - 20.08.2007
Personen, die den Namen Neef oder Neefe tragen, reisten aus ganz Deutschland und sogar aus dem benachbarten Ausland an. Der Heimat- und Verkehrsverein Neef hatte zum zweiten Familientreffen eingeladen.

Während der Begrüßungsfeier wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der geschichtliche Zusammenhang zwischen dem Familiennamen Neef(e) und dem Moselort dargestellt. Sehr erfreut nahm man davon Kenntnis, dass die Initiative, der Namensgebung auf den Grund zu gehen, fruchtet. Sogar Namensträger aus den USA und der Schweiz sind daran interessiert. Und Frau Viktoria Losen (geborene Neef) aus England kann einen nahtlosen Stammbaum bis zu dem 1390 in Köln geborenen Johannes Neefe nachweisen. Sie schickte zu dem Treffe ein Grußwort und will besonders bei den Recherchen des Stammbaumes aktiv mitwirken.

Am Samstag ging dann eine Wanderung und parallel dazu eine Planwagenfahrt über den Petersberg. Dort traf man sich zu einem Umtrunk, um frisch gestärkt den Trip fortzusetzen. In der Klosterruine Stuben war ein rustikaler Imbiss aufgebaut. Der sagenumwogene Eremit „Bruder Haarig“ hatte es sich nicht nehmen lassen, die Gäste persönlich zu begrüßen. Er war eigens zu dem Treffen von seiner Klause aus hierhin geeilt und erzählte so manch Verwunderliche aus seiner bewegten Vergangenheit.

Am Sonntag nahm man innerhalb einer eigenen Fußgruppe am Festzug teil und vergnügte sich danach im Rahmen des Weinfestes im Festzelt.

Schließlich endete das zweite Neef(e)-Treffen am Montag mit einer Schiff-Fahrt rund um die Marienburg. Man saß gesellig bei Kaffee und Wein zusammen und war der Meinung, dass unbedingt solche Treffen weiter geführt werden sollten. Es wurden auch Programmvorschläge gemacht. So könnte im kommenden Jahr eine Busfahrt incl. einer Stadtführung nach Trier stattfinden. Auch der Vorschlag, dass ein Wildschwein in der freien Natur gegrillt wird, fand ein positives Echo. Bei einem Lagerfeuer könnten dann bis in die Dunkelheit hinein Freundschaften gefestigt und neue geschlossen werden. Eine Führung durch das historische Neef mit anschließender Weinprobe in einem Gewölbekeller wurde angeregt. Es wurde auch in Erwägung bebracht, das kommende Familientreffen im Mai stattfinden zu lassen. So könnte dann ein Feiertag einbezogen werden, was somit für Berufstätige von Vorteil wäre.

So endete ein gelungenes und harmonisches Treffen mit einer guten Resonanz und viele sagten beim Abschied: „Nächstes Jahr kommen wir wieder!“

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Neef(e)-Treffen 2006
 
Neefs aus ganz Deutschland
kamen nach Neef
Ein besseres Forum als das Wein- und Heimatfest vom 18. bis 21. August 2006 konnte die Gemeinde den Gästen beim ersten „Neef-Familientreffen“ nicht bieten. So kam neben der Historie auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Auf Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins kamen etwa 70 Personen mit dem Familiennamen Neef, oder auch Neefe, aus verschiedenen Winkeln der Bundesrepublik in die Weinbaugemeinde. Dabei gingen zum ersten Treffen lediglich 130 Einladungen raus. Eine tolle Resonanz! – wenn man zusätzlich noch berücksichtigt, dass viele der Eingeladenen sich entschuldigen ließen, da der Termin nicht in ihre die Planung passte.

Bei der Begrüßungsfeier, an der auch Herr Landrat Huwer und die Herren Bürgermeister der Nachbargemeinden teilnahmen, konnte ich den geschichtlichen Hintergrund und den Zusammenhang zwischen dem Familiennamen Neef und dem Moselort herausstellen.

Vielen der Anwesenden war der Ort Neef bis dato nicht bekannt. „Ich habe erst von der Existenz dieses Ortes erfahren, als ich angeschrieben wurde“, gestand Karl Neef aus Schneeberg im Erzgebirge. Er begrüßte das Treffen sehr und erfuhr auf diesem Weg etwas über sein Vorfahren.

Christian Neefs Großvater war Mitglied des „Neef’schen Geschlechtsverband“. Er will diesen wieder aufleben lassen und den Geschäftssitz in Neef ansiedeln.

Frieder Neef aus Schneeberg, kam mit einem ganzen Stapel Familienunterlagen und eigener Recherchen angereist, die er mir zur Verfügung stellte.

Über Herbert Neef aus Steinfelden-Echterdingen habe ich erfahren, dass seine frühen Vorfahren Weinbauern waren und sich im Württembergischen angesiedelt hatten.

Götz Neef aus Wiesbaden lieferte mir sehr wertvolles Material und auch Informationen über seinen Stammbaum.

Hoch interessant war auch ein mitgebrachter Stammbaum von Eberhard Neef aus Reinsdorf im Erzgebirge, wonach sich einige Vorfahren seiner Familiensaga plötzlich Nav nannten - trägt doch der Ort Neef in seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 875 die Bezeichnung Naves.

Nicht weniger von Interesse ist die Information von Klaus-Reiner Neef aus Morsbach-Überholz im Siegerland. Sein Familienstamm trägt doch tatsächlich im Wappen die Wolfsangel, die auch im Neefer Wappen verankert ist. Er will übrigens bei nächsten Neef-Treffen mit seinem Posaunen-Chor anreisen und nach Möglichkeit bei der Gestaltung eines Festgottesdienstes mitwirken.

Der Abend hatte einen harmonischen Verlauf. Viele Neef’s lernten sich kennen und werden untereinander in Verbindung bleiben. Spätestens beim nächsten Neef-Treffen wird man sich wieder sehen.

Die Führung durch den historischen Ort am Samstag fand eine große Beteiligung und erweckte eine rege Aufmerksamkeit.

Schließlich konnte trotz Vorhersage denkbar schlechten Wetters die Wanderung über den Petersberg zum Kloster Stuben doch noch (fast) ohne Schirm stattfinden. Bei einem guten Schoppen unterwegs, den die Gemeinde spendierte, kam eine prächtige Stimmung auf, und bei der Verabschiedung im Festzelt war man sich einig, wir wollen uns regelmäßig in Neef wieder treffen.

Ich würde mich sehr freuen, mit den Besuchern der 1. Neef-Treffens weiter in Verbindung zu bleiben. Melden Sie sich doch einmal im Gästebuch dieser Internetaufführung, oder per Email, oder auch in einem kurzen Schreiben. Wie hat Ihnen das Treffen gefallen? Gibt es Anregungspunkte für das kommende Treffen? Haben Sie für mich noch Informationen?

Nicht zuletzt bedanke ich mich bei Herrn Rainer Pellenz und Edeltrud Gietzen, welche die Fotos für diese aktuelle Seite zur Verfügung gestellt haben.

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